Ein Bericht von Georg Temme

37. Leipziger Triathlon
Es hätte so ein schönes Triathlon-Jahr werden können. Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in Haltern sollten noch weitere gute Platzierungen in der AK 65 folgen. Aber dann kam Corona und fast alle Veranstaltungen wurden abgesagt.  Aber nur fast!
Da ich mich mit meinem Freund Michael Feja aus Herten frühzeitig angemeldet hatte, wurde der 37. Leipziger Triathlon am Kulkwitzer See am 26. Juli 2020 in Leipzig zum sportlichen Höhepunkt des Jahres!
Bis einen Monat vorher war noch nicht entschieden, ob eine der traditionsreichsten Triathlon- Veranstaltungen Deutschlands überhaupt durchgeführt werden konnte.
Doch die Verantwortlichen vom Leipziger Triathlon legten ein durchdachtes Hygienekonzept vor, um die Veranstaltung auch im Jahr der Corona-Epedemie stattfinden lassen zu können.
Der Kulkwitzer See im Süden von Leipzig, ist als weitläufiges Erholungsgebiet  wie dafür geschaffen, einen “Triathlon mit Abstand” durchzuführen. Die Auflagen waren streng: Es waren keine Zuschauer zugelassen und die Teilnehmerzahl war begrenzt, eine Siegerehrung wurde nicht durchgeführt. 
Am  Vormittag um 10 Uhr war der Start auf der Olympischen Distanz, am Nachmittag um 15 Uhr folgte die Sprintdistanz.
Regnete es noch am Vormittag, hatten wir einen Platz „in der Sonne“ bei idealen 25 C.
Für mich und Michael lief der Triathlon bestens. Da das Schwimmen im Neoprenanzug erlaubt war, konnte ich das weitgehend ausgefallene Training relativ gut kompensieren und war nach gut 590 m 12 min später aus dem Wasser.
Nach etwas holprigem Wechsel ging es für 40 min auf die insgesamt 21 km lange Radstrecke, einem leicht windanfälligen 10 km langen Rundkurs. Beim abschließenden Lauf fehlten die Anfeuerungsrufe der Zuschauer, aber mit guten  22:24 über (fast) 5 km kam ich gut durch die Strecke und konnte mit einer Zeit von 01:19:22 Stunden dann mehr als zufrieden durch den Finisher-Bogen laufen.
Auch die Platzierung konnte sich sehen lassen. 1. Platz in der AK mit 8 Minuten Vorsprung und, was eigentlich noch besser war: Eine Platzierung als 64ter von 200 Startern  im ersten Drittel! Ich kann noch mithalten!
Mein Freund Michael Feja aus Herten wurde nach 01:15:42 (09:52 /39:00 / 22:43)
Gesamt 43ter und belegte in der sehr starken AK55 den 5. Platz.

Da viele Veranstaltungen im Bundesgebiet abgesagt wurden, war der Leipziger Triathlon bis zu diesem Zeitpunkt wohl einzigartig. Deshalb wird er in meiner nunmehr 25 jährigen Zeit als aktiver Triathlet  unvergessen und besonders bleiben.
Ich hoffe, dass das nächste Jahr für uns alle wieder viele Wettkämpfe, wo auch immer, bringen wird!




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